Feuerwehr

Die Feuerwehrwehr Virneburg im Überblick ...

Organisation und Einsatzbereich

Bild des Einsatzbereiches der Feuerwehr Virneburg
Das blau gefärbte Gebiet zeigt den direkten Einsatzbereich der Feuerwehr
Virneburg und das gelb gefärbte den Einsatzbereich als Stützpunktwehr.

In Rheinland Pfalz sind die Gemeinden gesetzlich verpflichtet, nach den örtlichen Gegebenheiten Feuerwehren aufzustellen. Diese Aufgabe nimmt die Verbandsgemeinde als "Träger der Feuerwehr" den Ortsgemeinden ab.

In der Verbandsgemeinde Vordereifel - 27 Ortsgemeinden - gibt es 24 Feuerwehreinheiten (Löschzüge /-gruppen). Von diesen nehmen 5 Wehren - die so genannten "Stützpunktwehren" - erweiterte Aufgaben wie die Unterstützung der umliegenden Wehren wahr.
Die Freiwillige Feuerwehr Virneburg ist neben Ettringen, Kottenheim, Nachtsheim und Langenfeld eine der fünf Stützpunktwehren der Verbandsgemeinde Vordereifel.

Zum direkten Einsatzbereich der Feuerwehr Virneburg gehören die Ortsgemeinden Virneburg und Hirten. Weiterhin ist die Feuerwehr Virneburg als Stützpunktwehr für die Wehren aus Baar und Herresbach und somit für über 2000 Einwohner und eine Fläche von über 28 km² zuständig.

Zudem werden bei größeren Schadenslagen die Stützpunktwehren auch zur "Nachbarschaftshilfe" im Einzugsgebiet der anderen Stützpunktwehren eingesetzt.

Mitglieder

Die Mitgliederzahlen teilen sich in 4 Bereiche auf: Die aktive Wehr, die Altersabteilung, die Feuerwehrjugend und die inaktiven Mitglieder.
Zur Zeit zeichnet sich folgender Mitgliederstand auf:

Aktive Mitglieder: 22
Altersabteilung: 10
Inaktive Mitglieder: 89
Gesamt: 121

Die Altersabteilung besteht aus den Kameraden, die früher selbst aktiv in der Feuerwehr Virneburg tätig waren, nun aber das 60. Lebensjahr überschritten haben und somit nach Landesfeuerwehrgesetz nicht mehr im Aktiven Dienst mitwirken dürfen. Durch ihren freiwilligen monatlichen Gerätehausdienst und die Mithilfe an Veranstaltungen der Feuerwehr stellen sie einen wichtigen Bestandteil der Feuerwehr dar.

Die Inaktiven Mitglieder unterstützen die Feuerwehr durch einen Jahresbeitrag von gerade einmal 13 Euro. Dieses Geld wird in die Ausrüstung der Feuerwehr Virneburg investiert, um neben den öffentlichen Mitteln weitere Möglichkeiten zu ausrüstungstechnischen Verbesserungen zu haben. Zusätzlich veranstaltet die Feuerwehr Virneburg als Dank alle 2 Jahre einen "gemütlichen Abend" für die inaktiven Mitglieder, bei dem karnevalistisches Programm, Musik, Tanz und eine Verlosung geboten werden.

Wenn auch Sie die Feuerwehr Virneburg zu Ihrer Sicherheit unterstützen wollen, finden Sie hier Kontaktadressen zum (inaktiven) Eintritt in die Feuerwehr Virneburg.

Geschichte

Die Geschichte der FF Virneburg beginnt im frühen 20. Jahrhundert. Aus der Gründerzeit existieren keine Bilder oder Dokumente. Die erste Erwähnung einer Feuerwehr in Virneburg stammt aus dem Jahre 1928. Nachdem Ende der 50er Jahre ein Generationswechsel erfolgte, welcher mit der Neugründung 1967 abgeschlossen war, begann die Feuerwehr Virneburg in den folgenden Jahren an Bedeutung zu gewinnen.

1979 traf das erste Tanklöschfahrzeug in Virneburg ein und im folgenden Jahr wurde das neue Gerätehaus fertiggestellt, wodurch sich der Aufgabenbereich der Feuerwehr von der "Ortsfeuerwehr" zur überörtlichen "Stützpunktfeuerwehr" der Verbandsgemeinde Mayen-Land erweiterte.

In den 80er Jahren bekam die Feuerwehr 3 neue Fahrzeuge (TSF, TLF, RW1), wodurch man ab 1987 fast alle Aufgabengebiete einer "modernen" Feuerwehr abdecken konnte.

Im September 2007 wurde das alte TSF auf Basis eines VW LT 31 gegen ein neues TSF mit Aufbau Magirus und Basis Opel Movano ersetzt.

Seit Oktober 2015 steht der Feuerwehr Virneburg ein neues MTF auf Basis eines Ford Transit zur Verfügung.
Im April 2016 wurden das TSF, das TLF und der RW1 durch ein HLF 10 ersetzt und somit verfügt die Wehr nun über zwei neue Fahrzeuge, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen

Den genauen Ablauf der Geschichte der Feuerwehr Virneburg finden Sie hier.

Aufgaben

Der Aufgabenbereich der Feuerwehren wird in dem Grundsatz  Retten - Löschen - Bergen - Schützen  zusammengefasst:

Retten: Die hoheitlichste Aufgabe jeder Hilfsorganisation - und somit auch der Feuerwehr - gilt dem Retten von Leben. Mit "Retten" bezeichnet man das Abwenden von Lebensgefahr eines Menschen durch Sofortmaßnahmen, Erhaltung oder Wiederherstellung von Atmung, Kreislauf oder Bewusstsein eines Menschen, sowie die Befreiung aus einer Zwangslage mittels technischer Geräte. (Technische Unfallhilfe)
Konkret bedeutet dies für die Feuerwehr: Retten von Menschen aus Bränden, Befreiung eingeklemmter Personen z.B. bei Verkehrsunfällen, Leisten von Erster Hilfe bei Unfällen, etc.

Löschen: Das Löschen ist die älteste Aufgabe der Feuerwehr. Bei diesem so genannten abwehrenden Brandschutz werden unterschiedlichste Brände mit Hilfe der technischen Feuerwehrausrüstung bekämpft. Dabei unterscheidet sich die "Löschtaktik" heutzutage deutlich von der vergangener Tage. Durch technische Weiterentwicklungen wie Atemschutzgeräte, verbesserte Strahlrohre, sowie sicherere Schutzausrüstung ist man heute in der Lage, deutlich näher an den Brandherd zu gelangen, um somit gezielter und effektiver löschen zu können.
So war früher der Wasserschaden nach beispielsweise einem gelöschten Herdbrand oft größer als der "Primärschaden", der durch das Feuer entstand. Das "ozeanische Fluten" von Häusern kann heute durch einen gezielten "Innenangriff" unterlassen werden, wodurch effektiver bei weniger Wasserschäden gelöscht werden kann.

Aufgaben
Bergen: Die Feuerwehr kann weiterhin das Bergen von Sachgütern, Tieren oder Toten bei Schadenslagen übernehmen.

Schützen: vorbeugender Brandschutz: Hierzu gehört beispielsweise die regelmäßige Kontrolle von Hydranten und Löscheinrichtungen. Der vorbeugende Brandschutz gilt als wichtige Einrichtung, um Brände im Vorfeld zu vermeiden und die Bevölkerung auf Gefahren aufmerksam zu machen und das richtige Verhalten in Notsituationen aufzuzeigen. So wird Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen durchgeführt. Weiterhin werden für größere Gebäude so genannte "Alarm- oder Einsatzpläne" erstellt, um im möglichen Einsatzfalle schnellstmöglich und koordiniert vorgehen zu können.

aktiver Umweltschutz: Etwa durch die Beseitigung von Ölspuren auf Straßen und Schutz vor Gefahrstoffen für Mensch und Umwelt wie austretende Gase, versickernde schädliche Flüssigkeiten oder auch Strahlungsgefahr.

vorbeugende technische Hilfeleistung: Hierzu gehört beispielsweise das Abstreuen von Ölspuren zur Sicherung des Straßenverkehrs, entfernen von umgestürzten Bäumen bei Unwetterlagen, etc.